Hyperventilation

Unter Hyperventilation versteht man eine übermäßige Steigerung des Atmenzeitvolumens und damit die Verringerung des CO²-Gehalts im Blut .
Das Blut ist mit einem Sauerstoffgehalt von ca. 97% fast gesättigt, eine große Erhöhung ist somit nicht möglich.
Die vermehrte oder tiefere Atmung führt nun zur vermehrten Abatmung von CO². Die Konzentration der Wasserstoffionen im Blut sinkt, der pH-Wert des Blutes steigt an (respiratorische Alkalose). Die dadurch am Albumin freiwerdenden Bindungsstellen werden durch Calcium ersetzt, was zur typischen „Pfötchenstellung“ (Verkrampfung der Fingermuskulatur) führt. Obwohl der CO²-Gehalt sinkt und der pH-Wert steigt kommt es bei Hpyerventilationspatienten nicht zu einer Reduktion der Atemfrequenz.
Eine Hyperventilation kann durch Rückatmung in eine Tüte (sie muss Mund und Nase umschließen)therapiert werden. Da in der Ausatemluft noch 17% Sauerstoff vorhanden sind reicht dieser zur Atmung aus. Der CO²-Gehalt erhöht sich, was zu einer vermehrten CO²-Rückatmung führt und den Hyperventilationskreislauf so unterbricht. Die Tütenatmung sollte etwa alle 30 Sekunden kurz unterbrochen werden um eine Hypoxie zu vermeiden.
Hyperventilationspatienten sind aufgrund ihrer gefühlten Atemnot meistens psychisch labil. Neben der Rückatmung in eine Tüte spielt psychologische Betreuung hier eine enorm wichtige Rolle.

Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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