Präoxygenierung

Unter Präoxygenierung versteht man die Gabe von Sauerstoff unmittelbar vor der Einleitung einer Narkose.
Ziel ist es , eine möglichst lange Apnoe ohne Abfall der arteriellen Sauerstoffsättigung zu ermöglichen.
Dadurch wird wertvolle Zeit zur Intubation gewonnen.
Das Verfahren wird angewendet in der
1. Anästhesie (Vollnarkose, Sectio )
2. Notfallmedizin (Intubation bei Patienten mit Spontanatmung)
3. Intensivmedizin (-Vorbereitung zur Tracheotomie,
                                   – Umintubation,
                                   – Trachealkanülenwechsel
                                   – bei erwartetem schwierigen Atemweg
                                   – Sichelzellanämie
Empfohlen wird die Präoxygenierung bei allen anästhesiologischen Maßnahmen, die mit einer Apnoe einhergehen.
Sie ist bereits Bestandteil zahlreicher Leitlinien zum Atemwegsmanagement.
Kontraindikationen:
Keine oder unzureichende Spontanatmung
Physiologische Grundlagen
Das Prinzip der Präoxigenierung beruht im Wesentlichen darauf, daß der in den gasgefüllten Anteilen der Lunge enthaltene Stickstoff ausgewaschen und durch Sauerstoff ersetzt wird. Dadurch wird der pulmonale Speicher an gasförmigem Sauerstoff erheblich vergrößert .Die Präoxigenierung verlängert die Apnoedauerbeim Erwachsenen von 1 auf etwa 10 Minuten. Dadurch wird wertvolle Zeit gewonnen, um auch in komplizierten Situationen den Atemweg zu sichern. Aber bei Schwangeren und Kindern ist der Zeitgewinn nicht so ausgeprägt (geringere funktionelle Residualkapazität bei erhöhtem Sauerstoffbedarf)  aber dennoch sinnvoll.

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