Anästhesietechnische Assistenten – ATA

Ich möchte heute mal versuchen das neue Berufsbild des ATA zu „beleuchten“. Sinnvoll – ja, nein? Vielleicht können wir ja noch im Forum darüber diskutieren.

Anästhesie – Technischer Assistent (ATA) und Medizinischer Assistent für Anästhesiologie (MAFA), die Trennung der etablierten Weiterbildungslehrgänge „Intensivpflege und Anästhesie“ in die beiden Fachbereiche – dies sind nur einige Veränderungen in der Bildungslandschaft in der Pflege.

Was macht eigentlich ein ATA?

Sie wirken bei Anästhesien mit und betreuen den Patienten vor und nach einer Narkose. Sie koordinieren die Abläufe der Narkoseverfahren. Anästhesietechnische Assistenten und Assistentinnen überwachen die Durchführung der Anästhesie. Dabei achten sie auf Atmung und Kreislauf der Patienten, um bei Auffälligkeiten reagieren zu können. Bei Narkosevorgängen müssen Hygienerichtlinien eingehalten werden. Zudem säubern und warten sie Instrumente und medizinische Geräte, die für eine Narkose benötigt werden. Ihre Ausbildung gestaltet sich analog dem Ausbildungsgang der OTA´s oder den MTA´s. In Deutschland wird zurzeit an zwei Standorten (Uniklinik Frankfurt und Uniklinik Halle) die Qualifizierungsmaßnahme als Pilotprojekt zum Anästhesie-Technischen- Assistenten angeboten.
Die Ausbildung erfolgt analog der Ausbildung OTA.
Es handelt sich dabei um eine dreijährige „Qualifizierungsmaßnahme“ – 3000 Std. Praxis und 1600 Std. Theorie
Eine Kombination OTA/ATA ist möglich – nach OTA Ausbildung folgt dann noch ein einjähriges Praktikum in der Anästhesie.
Die Ausbildungsvergütung ist gleich wie in der Pflege und nach der Ausbildung Vergütung wie 3-jährig Examinierte Pflegekräfte. Das von den Helios Kliniken entwickelte Angebot „MAFA“ wendete sich an bereits ausgebildetes Pflegepersonal. „Mit der Zusatzqualifikation zum Medizinischen Assistenten eröffnet Helios neue Perspektiven in den Pflegeberufen. Erstmalig ist es für hochmotivierte Mitarbeiter möglich, auch im nichtärztlichen medizinischen Bereich das eigene Kompetenz- und Qualifikationsspektrum über die Fachpflegeausbildung hinaus zu erweitern.“ Ziel dieser Maßnahme ist – wie es weiter heißt – „Ärzte in ihrer Tätigkeit zu entlasten und ihnen ein Zeitgewinn für die medizinische Entscheidungsfindung zu ermöglichen.“

Ausbildung MAFA seit 2004an der Helios Akademie.

Dazu habe ich bei Wikipedia gelesen das diese Ausbildung wieder eingestellt wurde.

Link zum Artikel bei Wikipedia

Text: (Quelle Wikipedia)

Seit März 2007 meldete der Mitteldeutsche Rundfunk das HELIOS das Programm beendet habe. In der Meldung des MDR wurde von einem „stark umstrittenen Programm zur Organisation von Narkosen“ gesprochen und auf einen bisher ungeklärten Vorfall verwiesen. Es heißt: „Vor anderthalb Jahren hatte ein Abiturient bei einer Routine-Operation am Helios-Klinikum Erfurt einen Herzstillstand erlitten. Sein Hirn wurde dabei schwer geschädigt. Bei der Narkose war ein MAfA eingesetzt. Helios bestreitet jedoch einen Zusammenhang.“ Ebenfalls am 9. März 2007 gab die HELIOS Kliniken GmbH eine neue „Konzernregelung Anästhesie“ bekannt, mit der die Ärzte angewiesen werden, den MAfA nicht über den durch die ärztlichen Fachgesellschaften vorgegebenen Rahmen hinaus einzusetzen.

Beide Ansätze sind umstritten, da sie das Konzept der Parallelnarkose beinhalten, das heißt für jeden Patienten ist ein ATA/MAfA zuständig, während der Anästhesist aber nur zur Narkoseeinleitung, Ausleitung und bei Problemen hinzukommt, so dass er mehrere Narkosen gleichzeitig betreuen kann. Diese personal- und somit kostensparende und im europäischen Ausland übliche Praxis wird von den Berufsverbänden der Anästhesisten, der Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) in der „Münsteraner Erklärung zur Parallelnarkose“ aus rechtlichen und qualitativen Gründen klar abgelehnt.

Als dritte Variante gibt es noch die Überlegungen einiger Universitätskliniken die Weiterbildung Intensivpflege und Anästhesie in die beiden Fachbereiche zu trennen. Bei allen Überlegungen der Neustrukturierung von Weiterbildungen im Bereich der Anästhesiepflege wird häufig zu wenig berücksichtigt, welche Aufgaben die Pflegenden zukünftig in den klinischen und ambulanten Anästhesieabteilungen erfüllen müssen. Sämtliche Bildungsmaßnahmen müssen sich daran messen lassen inwieweit sie auch in Zukunft die pflegerische Qualität sichern können. Hierzu wesentlich beigetragen hat in der Vergangenheit die Fachweiterbildung „Intensivpflege und Anästhesie“ Mittelfristig wird sicherlich auch eine Anpassung des bisherigen Weiterbildungssystems an europäische Standards erfolgen müssen. So ist das Fazit der sogenannten „Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines hochschulzertifizierten Fachweiterbildungsangebots für die Angehörigen der nichtärztlichen Heilberufe in NRW“ (von der Fachhochschule Bielefeld ,T. Evers, A.Nauerth, durchgeführt) folgendes:

– Modularisierung von (Fach)-Weiterbildungsangeboten für nichtärztliche Heilberufe
– Zertifizierung von (Fach)-Weiterbildungsangeboten und Weiterbildungseinrichtungen
– Durchlässigkeit zum Hochschulsystem
– Dokumentation der erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen in einem Weiterbildungspass
– Kooperationen von Hochschulen mit anderen Weiterbildungseinrichtungen.

Vergleich Ausbildung Fachkrankenpflege -ATA

FKrpfl.

ATA

Ausbildung Krankenpflege

–          2100 Std. Unterricht

–          2500 Std. Praxis

Weiterbildung

–          720 Std. Theorie

–          2300 Std. Praxis

Qualifizierung ATA

–          1600 Std. Unterricht

–          3000 Std. Praxis

 

 

Dieser Artikel hat den Zweck mehr über diese Ausbildung zu erfahren. Evtl. gibt es den einen oder Anderen der uns mehr darüber berichten kann. Ich freu mich darauf.

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Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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