Palliativmedizin

Was ist eigentlich Palliativmedizin?
Die Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin definieren es so:Die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt , die über eine rein palliative Therapie hinausgeht. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

Mit dem Fortschreiten einer nicht heilbaren Erkrankung leidet der Patient oft unter Symptomen wie Schmerzen,  Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Verwirrtheit. Die Lebensqualität kann durch psychische, soziale und spirituelle Sorgen beeinträchtigt werden.
Ziel der Betreuung ist die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität der Kranken durch schmerz- und symptomlindernde Therapie, um ein erfülltes und möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Die umfassende Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen erfordert ein Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Sozialarbeitern, Psychologen, Physiotherapeuten und Seelsorgern. Neben hauptamtlichen Mitarbeitern ist die Einbindung von ehrenamtlichen Mitarbeitern besonders in der Hospizbewegung wichtig. Zwar kommt Palliativmedizin bei den meisten Patienten mit wenig technischen Maßnahmen aus, der personelle und zeitliche Aufwand ist dafür umso größer.
Wichtig ist dabei, die unterschiedlichen Erfahrungen und Schwerpunkte der unterschiedlichen Berufsgruppen gelten zu lassen, und daraus gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen ein individuelles Behandlungsziel für jeden Patienten zu finden.

Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Mehr in Verschiedenes
Institut Arbeit und Technik warnt vor Auswirkungen des Fachkräftemangels

Quelle:Link zur Pressemitteilung des IAT vom 09.09.2010   Institut für Arbeit und TechnikDass auch Kliniken, Seniorenheime und Pflegedienste inzwischen zunehmend auf...

Schließen