EHEC

EHEC= enterohämorrhagische escherichia coli

Es handelt sich dabei um Bakterien, welche schwere Darm- und Nierenerkrankungen hervorrufen.
(hämorrhagische Kolitis und hämolytisch-urämische Syndrom – HUS)

Hauptinfektionsquelle sind Wiederkäuer, Schafe, Ziegen, Rehe, Hirsche sowie kontaminiertes Gemüse und Salate mit Fäkalien

Infektion geschieht durch orale Aufnahme von Fäkalspuren bei Kontakt mit infizierten Tieren, durch Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln wie z. B. rohes grünes Blattgemüse, Salate, Fleisch, Wurst oder Rohmilch sowie von Mensch zu Mensch (durch geringe Infektionsdosis)

Inkubationszeit: ca. 2 bis 10 Tage

Solange EHEC-Bakterien im Stuhl nachgewiesen werden können besteht eine Ansteckungsgefahr.

Die größte Zahl der manifesten Erkrankungen tritt als unblutiger, meist wässriger Durchfall auf. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Abdominalschmerzen,selten Fieber. Bei 10 – 20% der Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform eine hämorrhagische Kolitis mit krampfartigen abdominalschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber. Säuglinge, Kleinkinder, abwehrgeschwächte und ältere Menschen erkranken häufig schwer. Gefürchtet ist das vor allem bei Kindern auftretende hämolytische- urämische Syndrom (HUS).
Es erfolgt eine symptomatische Therapie (Eine Antibiotikagabe wird nicht empfohlen)
Vorbeugende Maßnahmen sind: Händedesinfektion nach Kontakt mit Patienten , Desinfektion aller patientennahen Flächen,  sorgfältiger Umgang mit Lebensmitteln, wie Salate und Gemüse – gut waschen,Kühlkette nicht unterbrechen, Speisen durchgaren.

Bei einem EHEC Ausbruch ,sowie bei Verdacht, ist der betreffende Patient zu isolieren. Nach § 6 IfSG ist der Verdacht, die Erkrankung sowie der Tod an HUS meldepflichtig Entsprechend § 7 IfSG ist der direkte oder indirekte Nachweis an EHEC meldepflictig.

Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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