Reye Syndrom

Das Reye Syndrom ist eine akute Erkrankung von Kindern und Jugendlichen mit Enzephalopathie und Erhöhung der Transaminasen und des Ammoniaks im Blut.
Die Entstehung ist unklar. Da das Reye-Syndrom meist als Folge einer Einnahme von Acetylsalizylsäure im Rahmen eines viralen fieberhaften Infektes auftritt, scheint dieses Medikament und eine möglicherweise genetische Störung des Stoffwechsels eine entscheidende Rolle zu spielen.
Es beginnt mit einer akuten virale Erkrankung mit grippeähnlichen Symdomen, starkem Erbrechen, danach folgt oft ein krankheitsfreies Intervall. Dann Auftreten von Somnolenz und Eintrübung bis zum Koma. In über 30% der Fälle kommt es zum Tod durch Stammhirndysfunktion.
Bei Kindern oder Jugendlichen mit entsprechender Anamnese und Klinik finden sich eine starke Erhöhung der Transaminasen, eine Erhöhung des Ammoniums und eine fehlende Erhöhung des Bilirubins.

Cyberfussel

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Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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