TBC – Tuberkulose

TBC – früher auch „Schwindsucht“ genannt, ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird.
TBC tritt vermehrt bei untergewichtigen, körperlich geschwächten und chronisch kranken Menschen auf.
Die Krankheit ist inzwischen sehr gut behandelbar, so dass in den meisten Fällen eine völlige Ausheilung der Infektion möglich ist.
Der häufigste Tuberkulose-Erreger ist das Mycobacterium tuberculosis. Es wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Eine Infektion mit dem TBC-Erreger muss aber nicht das Ausbrechen der Krankheit bedeuten.
In Deutschland sind Tuberkulose-Erkrankungen inzwischen selten geworden.
Problematischer hingegen ist die Situation in den Entwicklungsländern. Die Zahl der Neuerkrankungen, vor allem die Ausbreitung sogenannter multiresistenter Tuberkulose-Stämme steigt.Die zur Behandlung notwendigen Tuberkulose-Medikamente stehen aus Kostengründen in vielen Ländern nicht zur Verfügung. Daher ist die Tuberkulose immer noch mit Abstand die häufigste Infektionskrankheit weltweit.
Bleibt eine Tuberkulose ohne entsprechende Symptome, erschwert das die Diagnose. Üblicherweise zeigen sich im Rahmen der Erkrankung zunächst meist unspezifische Krankheitszeichen wie Husten und leicht erhöhte Körpertemperatur sowie nächtliches Schwitzen. Später nehmen die Beschwerden zu.
TBC kann auch andere Organe als die Lungen befallen und schwere Verläufe nehmen.
Um eine Tuberkulose sicher zu diagnostizieren, kommen je nach Ausprägung der Erkrankung verschiedene Untersuchungsverfahren zum Einsatz. Die gängigsten zur Diagnose eingesetzten Verfahren sind der so genannte Tuberkulin-Hauttest, der Interferon-Gamma-Bluttest, Röntgenuntersuchungen der Lunge und bakteriologische Untersuchungen.
TBC verläuft über einen längeren Zeitraum. Tuberkuloseerreger teilen sich etwa fünfzigmal langsamer als zum Beispiel die normalen Bakterien im Darm. Weil die Keime vor allem während ihrer Vermehrung empfindlich gegenüber Antibiotika sind, muss TBC über eine entsprechend lange Zeit hinweg mit Medikamenten behandelt werden.
Die Standard-Therapie besteht aus vier verschiedenen Antibiotika, die zunächst alle über zwei Monate eingenommen werden. Danach schließt sich eine weitere Behandlung mit zwei Antibiotika über weitere vier Monate hinweg an.
Eine „offene“ Tuberkulose muss wegen der Ansteckungsgefahr anfangs im Krankenhaus behandelt.
In Deutschland kommt praktisch ausschließlich der Tuberkulose-Erreger Mycobacterium tuberculosis vor, der üblicherweise über die Luft per Tröpfcheninfektion  von erkrankten Personen an gesunde weitergegeben wird. Beim im Ausland vorkommenden Mycobacterium bovis kommt es hingegen auch zum Befall anderer Organe, insbesondere des Magen-Darm-Traktes, so dass eine Infektion über Ausscheidungssekrete möglich ist.
Ist der Tuberkulose-Herd  in der Lunge komplett abkapselt, bezeichnet man dies als „geschlossene“ Tuberkulose. Eine Ansteckungsgefahr für andere besteht dabei nicht. Bei der „offenen“ Tuberkulose hingegen können die Tuberkelbakterien über die Atemwege durch Husten freigesetzt werden. Besonders viele Erreger entstehen bei einer Einschmelzung des Tuberkulose-Herds , wenn dieser Anschluss an die Luftwege bekommt.
Durch Reaktivierung einer bisher vom Immunsystem in Schach gehaltenen Tuberkulose kann auch Jahre bis Jahrzehnte nach einer Infektion noch eine Postprimär-Tuberkulose entstehen. Dies kommt jedoch vor allem bei einer geschwächten körpereigenen Abwehr vor. Auch dann ist meist die Lunge betroffen. Es können aber auch andere Organe  von der Tuberkulose befallen sein (Knochen-, Gelenk- oder Urogenitaltuberkulosen).
Unbehandelt und bei schlechter Abwehrlage, kann eine Tuberkulose zu dauerhaften Organschäden führen. Selten, oft begünstigt durch unzureichende Behandlung,  endet die Tuberkulose tödlich.

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