Was ist ein BEM Gespräch

BEM steht für Betriebliches Eingliederungsmanagement.
Die rechtliche Grundlage ist die Änderung des Sozialgesetzbuches (§84 SGB IX) 2004. Damit wurde der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, mit den betroffenen Arbeitnehmern zusammen Maßnahmen zu erarbeiten, welche helfen, ihre Erkrankung zu überwinden und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen.
BEM ist also KEINE Vorladung zum Amtsarzt, sondern ein gemeinsames Bemühen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
BEM Gespräche sind freiwillig. Stimmt der Betroffene dem Verfahren zu, dann entscheidet er, welche Personen daran teilnehmen.
Außer den Interessenvertretungen kann auch eine Person des persönlichen Vertrauens hinzugezogen werden.
In den Gesprächen soll geklärt werden, ob die Erkrankungen im Zusammenhang mit Bedingungen am Arbeitsplatz stehen. Notwendige Hilfen und Möglichkeiten zur Eingliederung und zur Vermeidung erneuter Erkrankung werden beraten und danach umgesetzt.

Es werden in der Praxis aber nicht alle Betroffenen über das BEM informiert.
Dennoch sollten Betroffenen das Angebot des BEM annehmen, denn BEM-Gespräche dienen der eigenen Gesundheit!

Jeder Beschäftigte kann auch selber vorbeugend Gespräche zur gesundheitlichen Situation in Zusammenhang mit der Arbeit verlangen!

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Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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