Peritonitis

Entzündung des Peritoneums (Bauchfell)

Sie wird unterteilt nach
– der Entstehungsart:
primäre Peritonitis (ohne abdominelle Vorerkrankung)
sekundäre Peritonitis (Perforation eines Bauchorgans)
– nach dem Verlauf ( akute oder chronische Peritonitis)
– nach der Ausdehnung:
lokalisierte Peritonitis (Ein-Quadranten-Peritonitis)
oder generalisierte Peritonitis
– oder nach ätiologischen Gesichtspunkten wie
gallige Peritonitis, Barium-Peritonitis (nach Austritt von bariumhaltigem Röntgenkontrastmittel),karzinomatöse Peritonitis (Peritonealkarzinose),durch eine eitrige Peritonitis (bakterielle Infektion)

Eine Peritonitis zeigt sich durch eine Abwehrspannung der Bauchdecke.
Bei der generalisierten Peritonitis zeigt sich das Bild der „brettharten Bauchdecke“. Sowie Entzündungszeichen wie Fieber und Schmerzen.

Durch ausgeprägte Entzündungsreaktion und Ödembildung kommt es zu einem relevanten und bedrohlichen Flüssigkeitsverlust. Durch Exsudation von Proteinen aus dem Blut entsteht ebenfalls ein relevanter Proteinverlust an die peritoneale Oberfläche.
Wird die Therapie nicht frühzeitig eingeleitet droht eine Sepsis mit Lebensgefahr.
Primäre Peritonitiden werden durch die Gabe von Antibiotika und ausreichende Infusion von Flüssigkeit therapiert.
Die antibiotische Therapie erfolgt kalkuliert und sollte in jedem Fall neben Streptokokken, Pneumokokken, Escherichia coli und Enterokokken auch Anaerobier umfassen.
Eine sekundäre Peritonitis bedarf immer der operativen Revision mit Spülung und Sanierung des ursächlichen Fokus,
sowie intensivmedizinische Betreuung, Gabe von Antibiotika und Flüssigkeitssubstitution.

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Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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