Abdominelle Druckmessung

Der intraabdominelle Druck (IAP) in der Bauchhöhle liegt unter physiologischen Bedingungen sowie in Ruhe unterhalb 5 mmHg und schwankt atemabhängig.
Eine intraabdominelle Hypertonie wird als eine anhaltende Druckerhöhung von ≥ 12mmHg in verschiedene Schweregrade definiert.

Schweregrad Intraabdomineller Druck:

Grad I IAP 12 – 15 mmHg
Grad II IAP 16 – 20 mmHg
Grad III IAP 21 – 25 mmHg
Grad IV IAP ≥ 25 mmHg
ACS IAP > 20 mmHg (ACS = Abdominelles Kompartmentsyndrom )

 

Der Verdacht eines ACS liegt vor, wenn bei dreimaliger Druckmessung im Abstand von je einer Stunde der IAP ≥ 20 mmHg beträgt und zusätzlich eine neu aufgetretene Dysfunktion eines oder mehrerer Organsysteme vorliegt.

Eine frühzeitiges Erkennen der IAH ist durch die intraabdominelle Druckmessung möglich.
Sie ermöglicht eine schnelle Intervention und ist zur Verlaufsbeurteilung und Therapiekontrolle geeignet.

Voraussetzung für einen Vergleich der Messungen sind feste gleichbleibende Voraussetzungen wie Rückenlage,  initial leere Blase (bei DK eh vorhanden), sowie die gleiche Vorfüllmenge der Blase.

Vorgehen:

Instillation von 50 ml NaCl 0,9% mit Perfusorspritze über den Dreiwegehahn. Den Ablauf zum Katheterbeutel vorher schließen. Danach den Dreiwegehahn zum Druckaufnehmer öffnen. Bei Druckschwankungen, z.B. durch invasive Beatmung, dokumentieren, welchen Wert man verwendet.

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