SIADH – Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion

Beim SIADH (auch Schwartz-Bartter-Syndrom) kommt es durch die Erhöhung des ADH-Spiegels in der Niere zu einer vermehrten Rückresorption von freiem Wasser. Folge ist eine Überwässerung (hypotone Hyperhydratation) des Körpers mit Abfall der Blutsalze (Natrium= Verdünnungshyponatriämie).

Mögliche Symptome sind:
Übelkeit
Erbrechen
Kopfschmerzen
Appetitlosigkeit
Neurologische Symptome infolge einer Wasserintoxikation (Reizbarkeit, Stupor, Krampfanfall)

Ursächlich ist eine Stimulation der Ausschüttung durch Infekte, Medikamente oder die Bildung eines ADH-ähnlichen Polypeptids bei bösartigen Erkrankungen (Bronchialkarzinom).

Therapie:
Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung.
Symptomatische Maßnahmen umfassen die Restriktion der Flüssigkeitsmenge, und die langsame Anhebung der Serumnatriums (Hypertone Kochsalzlösung) bei gleichzeitig forcierter Diurese mit Gabe eines Schleifendiuretikums. Eine zu schnelle Anhebung des Serumnatriums kann eine schwerwiegende pontine Myelinolyse (Schädigung der Umhüllung von Nervenfasern) provozieren.

Als weitere therapeutische Option bietet sich die Gabe von ADH-Antagonisten an, welche die Zielrezeptoren des ADH in der Niere hemmen.

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