Blutsenkung – BSG

Die Bestimmung der Blutsenkung ist eine alte Methode, bei der man schaut wie schnell die roten Blutkörperchen im Blut absinken.
Man füllt dazu ein dünnes, durchsichtiges Röhrchen (BGA Röhrchen) mit Blut, lässt es senkrecht stehen, und misst, um wieviel mm die roten Blutkörperchen nach einer Stunde und zusätzlich evtl. nach 2 h abgesunken sind.
Die Methode existierte in vielen Variationen. Durchgesetzt hat sich die Methode nach Westergren.
Sie ist sehr unspezifisch, da der Wert bei sehr vielen, ganz verschiedenen Erkrankungen erhöht ist.
Zu einer Erhöhung der BSG kommt es bei :

  • Entzündungen, Infektionen
  • Rheumatische Erkrankungen und Kollagenosen 
  • Maligne Tumoren
  • Paraproteinämien (abnorme Eiweißvermehrung im Blut bei bestimmten Formen von Blut- bzw. Lymphdrüsenkrebs)
  • Eiweißverluste bei Nierenschäden (nephrotisches Syndrom)
  • Herzinfarkt (nach 2-3 Tagen; kann wochenlang erhöht bleiben)
    Lungeninfarkt oder Lungenembolie
  • Leberzirrhose
  • Schwangerschaft
  • Hypercholesterinämie, Hypertriglyzeridämie
  • Blutarmut (bes. bei großzelligen Formen wie der Vit.B12/Folsäuremangel- weniger bei kleinzelligen wie der Eisenmangelanämie)

Zu einer Verminderungen kommt es bei :

  • Vermehrung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie, Polyzythämie)
  • Formveränderungen der roten Blutkörperchen (z.B. Sichelzellanämie, Stomatozytose)
  • Typhus
  • Kryoglobulinämie, angeborene Afibrinogenämie

 

Artikel wurde gefunden mit den Begriffen:

  • blutsenkung nach 2 stunden
  • BSG BGA
Cyberfussel

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Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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