Erneute Diskussion zur Adrenalingabe bei Reanimation

Seit der Veröffentlichung eine Studie aus Japan wird die Epinephringabe bei Reanimationen erneut diskutiert. Aufgrund der ethischen Problematik lässt sich wohl kaum eine gesicherte Studie zur Reanimation mit und ohne Epinephrin erheben. Japanische Forscher haben dies  versucht und dabei Auswirkungen auf das Langzeit-Outcome der Patienten beobachtet.

 

Im Zeitraum von 2005 bis 2008 wurden rund 420 000 Patienten mit Zustand nach Herz- Kreislauf- Stillstand mit und ohne Epinephrin reanimiert. Dabei wurde zwar bewiesen, dass Epinephrin die Wahrscheinlichkeit für das Wiedereinsetzen eines Spontankreislaufs  erhöht. Jedoch wurde im Vergleich zu den Patienten die ohne Epinephrin reanimiert wurden eine erhöhte Mortalität innerhalb des ersten Monats nach dem Kreislaufstillstand festgestellt. Diese wurde auf einen erhöhten koronaren Perfusionsdruck sowie einen erhöhten Sauerstoffbedarf des Herzens zurückgeführt.

 

Für weiter Informationen siehe Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt

 

http://www.aerzteblatt.de/archiv/128469/Herzstillstand-Ist-Epinephrin-bei-der-Wiederbelebung-sinnvoll

Artikel wurde gefunden mit den Begriffen:

  • adrenalingabe bei reanimation

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ist es nicht völlig logisch, dass Patienten, die es auch ohne Adrenalin schaffen auch ein besseres Outcome haben?

    • Scubido

      Die Bewertung des Outcome orientiert sich hier aber an der Referenzgruppe welche mit Adrenalingabe überlebt hat.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Mehr in Allgemein, Intensivpflege, Kardiologie, Medikamente / Pharmakologie, Rettungsdienst
Atracurium

Atracurium = Tracrium - nicht depolarisierendes Muskelrelaxans Eine Ampulle Tracrium 2,5 ml = 25 mg Atracuriumbesilat Tracrium 5 ml =...

Schließen