Warum eine zusätzliche Private Pflegeversicherung gebraucht wird

Die zusätzliche private Pflegeversicherung gehört mittlerweile zu den wichtigsten Säulen des Sozialwesens, denn in den letzten Jahren wurde absehbar, dass die Arbeitnehmer eigene Initiative für die Vorsorge zur zusätzlichen Privaten Pflegeversicherung entwickeln müssen.

Genau wie bei der gesetzlichen Rente vor einigen Jahren entsteht auch bei der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Lücke im Vergleich zu den Leistungen der privaten Pflege. Diese zusätzliche Absicherung wird seit 2013 mit monatlich 5,- Euro vom Staat bezuschusst als Anreiz, um wiederum selbst vorzusorgen.

Wie sieht es denn bei der gesetzlichen Pflegeversicherung aus?

Die Leistungen werden immer geringer, was besonders bei der häuslichen Pflege zum Vorschein kommt. Die zu zahlenden Sätze für die einzelnen Pflegebereiche steigen immer weiter, sodass die zu pflegende Person als erstes zu spüren bekommt. Die Kosten sowohl für die häusliche Pflege steigen genau wie die Kosten in den Alten- und Pflegeheimen. Im Gegensatz dazu stagnieren die Pflegesätze bei der Pflege durch Angehörige.

Mittlerweile ist es sogar so weit gekommen, dass die Pflegesätze bei Demenzpatienten in einer separaten Tabelle ganz unterschiedlich zu den Regelsätzen bei den drei Pflegestufen sind. Daher ist es direkt beim Abschluss einer zusätzlichen Privaten Pflegeversicherung wichtig, dass die Demenz als eigenständiger Pflegezustand hinzugefügt und anerkannt wird.

Wie bekommt man eine Private Pflegeversicherung?

Heutzutage bieten fast alle Versicherungsunternehmen eine zusätzliche Private Pflegeversicherung an. Bei den meisten Unternehmen wird die Demenzerkrankung auch mit in die Police eingetragen, größtenteils sogar ohne zusätzliche Kosten. Des Weiteren hat die zu versicherte Person beim Antrag die Qual der Wahl zwischen der Versicherung mit oder ohne Gesundheitsprüfung. Je nach Wahl kann sich der monatliche Versicherungsbeitrag erhöhen oder verringern. Zudem richtet sich die monatliche Beitragszahlung nach den jeweiligen Tarifen mit den einzelnen Pflegestufen.

Bis 2012 zahlten die Männer sogar noch weniger Beiträge als die Frauen. Dies ist allerdings durch die neuen Unisextarife ausgeschlossen, sodass der jeweilige Tarif sowohl für Männer und Frauen gleich ist. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wartezeit nach Abschluss des Vertrages. Diese Wartezeit ist leider nicht bei allen Versicherungsunternehmen gleich, sodass die zu versicherte Person sich zunächst genau erkundigen sollte. Tritt innerhalb der Wartezeit eine Erkrankung auf, so werden allerdings bis zu deren Ende keine Leistungen aus der Versicherung gezahlt.

Seit der Einführung der Pflege-Bahr-Versicherung soll die Möglichkeit des Abschlusses einer zusätzlichen Privaten Pflegeversicherung für alle Personen gelten. Die Versicherungsunternehmen dürfen keine Person ohne besondere Gründe ablehnen, wobei es keine Rolle spielt, ob die Versicherung mit oder ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen wird. Auch darf keine Person abgelehnt werden, die bereits einige Jahre zuvor eine ähnliche Vorerkrankung hat und diese verschweigt. Eine zusätzliche private Pflegeversicherung schließt die Lücke zwischen der Zahlung der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlich entstandenen Kosten.

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