Wachintubation

Die bronchoskopische Wachintubation ist ein Standardverfahren bei voraussehbarem  „schwierigem Atemweg“.
Mögliche Gründe dafür sind anatomische Besonderheiten wie Missbildungen, Tumorerkrankung der oberen Atemwege, sowie OP`s in diesem Bereich, oder eingeschränkte mögliche Mundöffnung.

Besonders wichtig während der gesamten Zeit ist die psychologische Führung und Unterstützung des Patienten. Er sollte über jede Maßnahme informiert und soweit möglich unterstützt werden.

Vorbereitung:
– abschwellende Nasentropfen in beide Nasenlöcher Lidocain-Spray an Rachenhinterwand und in beide Nasenlöcher
– Prämedikation: z.B. Benzodiazepin (Clonidin 150μg)
– übliche Vorbereitung mit venösem Zugang und Monitoring (EKG,RR;o2)
– O2 Aufsättigung
– bequeme Lagerung des Patienten
– Videoturm mit Bronchoskop, Absaugung (Funktion prüfen) ,Woodbridge-Tubus Größe 7,5 Ch oder 7,0 Ch, NICHT kleiner!
– Sauerstoffinsufflation in das gegenseitige Nasenloch
– Fentanyl (max. 0,05 mg), Midazolam (max. 1mg) bereithalten !Spontanatmung und Ansprechbarkeit muss erhalten bleiben!

Die Narkoseeinleitung (Etomidate/Propofol) darf erst nach Tubuspassage durch die Glottis erfolgen.
Falls erforderlich, erfolgt die Relaxierung erst nach fiberoptisch trachealer Tubuslagekontrolle.

Artikel wurde gefunden mit den Begriffen:

  • wachintubation
  • fiberoptische wachintubation
  • Dexdor zur fiberoptischen Wachintubation
Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Mehr in Anästhesie
ABCDE Schema bei Polytrauma

Von einem Polytrauma spricht man nach einem Unfall mit gleichzeitigen Verletzungen mehrerer Körperregionen, von denen mindestens eine der Verletzungen oder...

Schließen