Regionalanästhesieverfahren – Scalenusblock

Die Interskalenäre Blockade (auch interskalenäre Plexus-brachialis-Blockade oder interskalenäre Plexusanästhesie) ist ein Regionalanästhesieverfahren, das operative Eingriffe an Arm und Schulter ermöglicht.  Sie wird aber auch nach der Operation zur Schmerztherapie angewendet

Dabei werden durch die Injektion eines Lokalanästhetikum im Bereich der äußeren Halspartie die Nerven des Armnervengeflechtes zeitweise blockiert. Die interskalenäre Blockade ist ein relativ einfach durchzuführendes und nebenwirkungsarmes Verfahren, das prinzipiell als alleiniges Anästhesieverfahren bei Eingriffen an Schulter/Oberarm geeignet ist.

Häufig wird es mit einer Vollnarkose kombiniert und dadurch der Bedarf an Narkosemitteln reduziert.

Durch die interskalenäre Blockade wird insbesondere der obere Anteil des Nervengeflechtes am Arm betäubt, der das äußere Drittel des Schlüsselbeins, die Schulter und die Außenseite des Oberarmes versorgt.

Kontraindikationen sind Infektionen oder Tumoren im Hals- und Schulterbereich. Störungen der Blutgerinnung oder die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten stellen eine relative Kontraindikationen dar.

Infos zur Durchführung findet ihr hier http://www.nerveblocks.net/index.php/obere-extremitaet/interskalenaere-blockaden

Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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