Bauchlagerung

Ich lese in so vielen Abhandlungen über die Bauchlagerung, dass man das tun sollte:
◾Wird der Patient über seine linke Seite gedreht, muss er, von den in diesem Fall rechtsstehenden Personen an den rechten Bettrand transferiert werden.
◾Bei leichtem Andrehen kann der li. gestreckte Arm unter die li. Flanke gelegt werden, wobei die zwei Pflegepersonen den Pat. mit ihren Körpern sichern.
◾Nun den Pat. (unter Sicherung aller Zugänge Drainagen etc.) über seine linke Seite auf den Bauch drehen, (möglichst ohne Hektik).

Meine Empfehlung aus eigener Erfahrung wäre dazu, den Arm nach oben (Kopfwärts) zu lagern.
So wie es jeder tut, wenn er sich auf die Seite dreht. (Cave: Schulterprobleme)

Warum?
1) Verletzungsgefahr der Finger,Haut,Gewebe durch hohes Gewicht und Scherkräfte auf den Arm.
2) Der Arm stellt ein Hindernis beim Bewegen des Körpers dar und bedingt eine hohe Belastung der Pflegekräfte. (ggf. Abwehrreaktionen des Patienten durch Schmerzen – je nach Sedierungsgrad)

Empfehlung:
1) Den Arm kopfwärts lagern. (Den Unterarm über den Kopf anwinkeln.)
2) Von der Bettkante aus in ein zweites Bett drehen und positionieren.
Das zweite Bett kann dazu mit Lagerungsmaterialien ausgerüstet werden.
3) Über die Lagerungsmaterialien im zweiten Bett, locker und Faltenfrei ein Laken legen.
Damit kann dann bequem und schonend nachpositioniert werden.
Mit dem Laken können ggf. kleiner Mikrolagerungen durchgeführt werden, um Deku und Blasenbildungen zu vermeiden.

Dieser Artikel wurde uns zugesendet von:
Michael Mittnacht
Fachkrankenpfleger Intensivmedizin
Kinaestheticstrainer Stufe 3

Cyberfussel

Veröffentlicht von

Bis 1989 Rettungsdienst (SMH) in Halle/Saale. In der Pflege seit 1990. 1995 Fachausbildung AI.

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